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  • Laila Milo

Wir sagen Auf Wiedersehen Michael Smith


Wir wünschen unserem langjährigen Freund, Michael Smith, dem Direktor des indianischen Filminstitutes in San Francisco eine gute Reise nach Hause.

Schon 2004 lernten sich Stiftungsvorstand Matthias Walter und Michael Smith in Stuttgart auf einem indianischen Filmfestival kennen und schätzen.

2008 folgte dann eine Einladung zum indianischen Filmfestival nach San Francisco. Es war das Festivaljahr in dem der Häuptling von „Der mit dem Wolf tanzt“ Floyd „Red Crow“ Westerman verstarb, der auf dem Filmfestival mit einer großen Hommage verabschiedet wurde.

Auf der Friedensbaum-Filmreise 2014 empfing Michael das Filmteam zu einem Interview in seinem Büro des American Indian Film Institute in San Francisco für den großen Friedensbaum-Film. Wir hoffen, dass wir den Film bald fertig stellen können, um dieses berührende Zeitzeugnis dieses außergewöhnlichen Mannes zum Thema „Filme für den Frieden“ an die Menschheit weitergeben zu können.

Für alle, die es interessiert hier noch mehr aus seiner beeindruckenden Geschichte. Möge er ebenso gebührend verabschiedet werden wie Floyd Westerman und in Frieden ruhen.

SAN FRANCISCO – Michael Smith, bekannt als der Sioux-Mann der Umsiedlungszeit, der das American Indian Film Institute und das American Indian Film Festival begründet hat, verstarb Mittwoch, den 14. Februar 2018 in San Francisco, mit 66 Jahren.

Er wuchs damit auf, dass Nicht-Indianer Indianer in Filmen darstellten und damit Stereotypen verewigten und unzulängliche, oft offensive Portraits von Indianern auf der Leinwand verbreiteten. So gründete der ungefähr 20 jährige Smith 1975 das American Indian Film Institute in Seattle.

Er brauchte keine Überzeugungskraft um zwei seiner Helden- Muskogee Schauspieler Will Sampson (“Einer fliegt über das Kuckucksnest”) und Kanada´s Salish der Küste, Schauspieler und Stammesführer, Häuptling Dan George (“The Outlaw Josey Wales”, “Little Big Man”) - anzuheuern, damit sie gründende Vorsitzende des AIFI werden.

Einige Jahre später, fand das erste American Indian Film Festival statt und im November 2017 feierte das AIFF das 42igste Jahr. 42 Jahre in denen die AIFF unzählige Filmemacher hervorbrachte, hunderte von Filmen veröffentlicht hatte, für und über Ureinwohner, die damit die Stereotypen auf der ganzen Welt zerplatzen ließen. Durch das Erreichen der 40 Jahre Grenze, spiegelt das American Indian Film Festival natürlich die Themen, Kräfte und Gesichter wieder, die die neue Generation inspirierten, durch die Barrieren brachen und eine Messlatte ansetzten für die Errungenschaften im Filmgeschäft, gegen den dramatischen Rückfall in Bürgerrechten und Rechten der Indianer, für eine kulturelle Revolution und eine Vorreiterrolle im Filmbereich.

Will Sampson (Einer flog übers Kuckucksnest; Buffalo Bill) und Salish der Küste und Schauspieler Häuptling Dan George (Der Texaner; Little Big Man) drangen in den Markt der Mainstream Spielfilme ein, schmiedeten ihre Zukunft als Ikonen und inspirierten einen jungen Sioux Visionär ein Forum zu etablieren und dort die Themen aus der Perspektive von Ureinwohnern darzustellen. Von umgesiedelten städtischen Indianern bis hin zu ländlich in Reservaten lebenden Geschichtenerzählern, erschienen aus allen Ecken des Indianischen Landes neue Filmemacher, erhoben ihre Stimmen, machten Filme und teilten diese auf dem American Indian Film Festival.

Beide, Häuptling Dan George und Will Sampson, waren Helden und wurden schließlich die gründenden Vorstände des American Indian Film Institute. Dazu sagte Smith 2015, zum 40igsten Geburtstag des AIFF: ”Diese fantastischen, lustigen, indianischen Schauspieler auf der Leinwand zu sehen, erhellt die Leere im Bezug auf authentische Portraits, komplexe Charaktere und das dreidimensionale Leben der Eingeborenen, in Filmen. Sie sind unvergessene Erscheinungen in meinem Leben und auf dem Festival. Das American Indian Film Festival gab uns allen eine Stimme, 40 Jahre flogen vorüber und wir freuen uns auf die nächsten 40 Jahre.”

Als die Beileidsbekundigungen zum Tode von Michael Smith - den visionären Sioux Mann, der die Standpunkte seiner Audience bezüglich eingeborener Amerikaner und deren Kultur veränderte - eintrafen, schwor seine Familie seine Arbeit fortzusetzen und sein Erbe zu ehren.


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